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Prozessstandard Offsetdruck

Der Prozessstandard Offsetdruck (PSO) definiert die standardisierte Produktion von Drucksachen und ist festgelegt in der ISO-Norm 12647-2.
Dieser Standard stellt sicher, dass in der gesamten Produktionskette, angefangen von der Datenerfassung bis hin zum Druck, nach vorgegebenen Standards und Toleranzen gearbeitet wird und diese mittels Kontrollelementen und -geräten auch nachprüfbar sind.

Dieses gewinnt zunehmend an Bedeutung, da in dem Produktionsprozess eines Druckproduktes viele Abteilungen beteiligt sein können. Damit z.B. die Werbeagentur, die das Layout und die Bilder für ein Prospekt erstellen, schon im Vorfeld absehen kann, wie das Produkt gedruckt aussieht, müssen Agentur sowie Druckerei nach einem festgelegten Standard arbeiten.
Dieser Standard ist definiert im Prozessstandard Offsetdruck. Wird danach gearbeitet, wird Qualität messbar, beweisbar und vorhersagbar!

PSO in der Druckvorstufe bzw. Agentur
In der Vorstufe bezieht sich der PSO z.B. auf die Farbeinstellungen in Bildbearbeitungs- und Layoutprogrammen, den richtigen Umgang und Einsatz von ICC-Profilen, Einhaltung von notwendigen Datenparametern und die Erzeugung von PDF/X-konformen Dateien.
Des weiteren müssen Ausgabegeräte wie Bildschirme und Proofer so kalibriert sein, dass sie dem Medienstandard Druck entsprechen.
Die Einhaltung sämtlicher Vorgaben und Toleranzen muss regelmäßig mit geeigneten Messelementen und -geräten kontrolliert werden.

PSO im Drucksaal
Im Drucksaal wird die Farbe, wie in der Druckvorstufe auch, spektral gemessen werden. Der PSO gibt für die Primärfarben auf dem jeweiligen Papiertyp Lab-Werte vor, die der Drucker innerhalb von Toleranzen (Delta E 5, Erklärung siehe Absatz unten "Delta E Farbabstände") einzuhalten hat. Zudem sind Druckzuwächse für die Papiersorten vorgeschrieben, die es zu erreichen gilt. Sind alle Parameter in den vorgeschriebenen Toleranzen und dabei möglichst gering, so ist die größtmögliche Übereinstimmung von Digitalproof und Druck erreicht.
Anschließend muss beim Fortdruck darauf geachtet werden, dass die Primärfarben maximal Delta E 2,5 von denen des Musterbogens abweichen dürfen.

Delta E Farbabstände
Delta E, auch dE geschrieben, gibt den empfundenen Abstand zweier Farbproben an. Damit sollen Unterschiede zwischen zwei Farben, zum Beispiel zwischen Original und Reproduktion, entsprechend der Empfindung, wie stark der Unterschied ist, mit Zahlenwerten versehen werden.
Es werden entweder zwei Farbproben oder ein Referenzwert mit einer gemessenen Farbprobe verglichen. Gemessen wird mit einem Spektralfotometer.

Folgende Delta-E-Abstände sind diesen Wahrnehmungen zugeordnet:
0,0 bis 0,2=>nicht wahrnehmbar
0,2 bis 0,5=>sehr gering
0,5 bis 1,5=>gering
1,5 bis 3,0=>deutlich
3,0 bis 6,0=>mittel
über 6,0=>groß


Vorteile des PSO
- Unser Kunde kann sicher sein, dass sein Druckprodukt nach einem definierten Standard produziert wird. Dadurch wird ein hoher Qualitätstandard garantiert
- Qualität wird übergreifend, konstant und wiederholbar
- Innerhalb der Druckerei wird der Produktionsprozess ständig überprüft und optimiert; dieses minimiert Fehler und beschleunigt den Produktionsprozess



Weitere Informationen über den Prozessstandard Offsetdruck erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesverband Druck und Medien e.V. (www.bvdm-online.de).



Interesse? 02522 73-171 · Wir freuen uns auf Sie!